Mittwoch, 18. April 2012

Schlafstörungen

Seit einigen Tagen habe ich Schlafstörungen. Dazu leider auch noch die unangenehme Art: Man geht abends zu einer vernünftigen Zeit rechtzeitig ins Bett, liest vielleicht ein paar Seiten im Buch, bis man wirklich richtig müde ist, und löscht dann das Licht - aber einschlafen ist einfach nicht. Irgendwann nach einer Stunde oder zwei steht man dann eben noch einmal auf, trinkt einen Schluck Wasser, wandert durch das Haus, zappt sich ein paar Minuten durch das öde Fernsehprogramm und versucht es dann erneut. Mit mehr oder weniger Erfolg. Letzte Nacht war ich um ein Uhr sogar soweit, dass ich ernsthaft in Erwägung zog, die Bügelwäsche zu bügeln. Ich tat's dann doch nicht, und irgendwann zwischen zwei und halb drei bin ich dann doch noch einmal weg geschlummert...

Wenigstens verfüge ich über die bemerkenswerte Eigenschaft, trotzdem immer (!) pünktlich wach zu werden, und zwar spätestens zehn Minuten bevor der Wecker klingelt, egal auf welche Zeit ich ihn stelle. Die innere Uhr funktioniert. Dummerweise kann sie nicht zwischen Werktagen und Wochenende unterscheiden. Daher ist auch am Wochenende die Nacht spätestens um sechs Uhr morgens vorbei, und die Augenringe werden langsam immer dunkler.

Ehe jetzt die Frage kommt: Natürlich geht mir wieder vieles im Kopf herum. Ich habe einige Probleme auf Arbeit, für die ich noch keine Lösung gefunden habe und die mich aus den verschiedensten Gründen ziemlich mitnehmen. Bei mir zu Hause stehen einige Aufgaben an, die alle für sich allein genommen nicht weltbewegend sind, aber in der Summe eine ganz schöne Masse sind, die erst einmal bewältigt werden muss. Dann gibt's ja noch die Vereinsarbeit, das eine oder andere Versprechen muss auch noch gehalten werden; und wenn man mich um Hilfe bittet, kann ich ja sowieso nie Nein sagen. Das alles müsste ich irgendwann mal konsequent in Angriff nehmen, aber ich komme immer nur sporadisch dazu. Und nicht zuletzt habe ich erfahren, dass es ein paar Leuten in meinen Dunstkreis, die mir viel bedeuten, nicht sehr gut geht, ich aber nicht so richtig helfen kann. Das alles frisst ziemlich an mir, ich bin sehr am Grübeln, und jemanden zum Reden habe ich auch nicht.


Summa summarum: Ich bin derzeit recht unzufrieden mit vielen Dingen um mich herum und mit mir selber. Und so was macht sich bei mir sofort in irgendeiner Form bemerkbar. Derzeit eben mit Schlafproblemen. Ich habe aber auch keine Lust, zu Medikamenten zu greifen, egal wie leicht oder unbedenklich sie sind. Im Prinzip bin ich recht stolz auf mich, dass die einzigen Drogen, zu denen ich greife, entweder die Zigarette oder mal ein Bier am Abend ist. Davon abgesehen habe ich nicht mal Aspirin oder so zu Hause. Brauche ich nicht, will ich nicht. Muss auch so gehen, und geht auch so.

Ich hätte wirklich nichts dagegen, mal wieder acht Stunden am Stück durchzuschlafen.

Kommentare:

RoM hat gesagt…

Schläfst Du inzwischen wieder besser?!

Erik N. hat gesagt…

Ja, geht so... Zumindest bin ich tagsüber nicht gerädert :-) Offenbar reichen fünf Stunden Schlaf irgendwie aus...

Anonym hat gesagt…

...du grübelst einfach zu viel ;-)!

Peter hat gesagt…

Kenn ich das ganze, bei mir ist es das "grübeln" aber mir reichen 5h definitiv nicht. :D