Sonntag, 10. Juli 2011

Das Heckenscheren-Massaker

Vorher: Ein wildwucherndes Biotop
 Bei all den vielen Sachen, die in den vergangenen Wochen so anlagen, habe ich eine immer wieder vergessen bzw. vor mich hergeschoben: Meine Hecken im Garten. Hab mir immer wieder gesagt: "Müsste ich eigentlich mal schneiden, aber das hat noch Zeit..." Gestern sollte es aber endlich sein, und ich habe schnell gemerkt: Hättste das mal früher getan. Es war nicht das erste Mal Hecke schneiden, aber so fertig war ich danach noch nie.

Vielleicht auch mal ein bissel Statistik dazu: Mein Grundstück ist recht lang gestreckt, daher sind die Hecken jeweils rund 50 Meter lang. Ich sage jeweils, weil ich rechts und links eine habe. Also etwa 100 Meter Hecke. Da eine Hecke natürlich zwei Seiten hat und meine nicht direkt am Zaun stehen, kommen wir schon auf 200 Meter. Erschwerend kommt hinzu, dass der Abstand zu den Zäunen so klein ist, dass man gerade so dazwischen passt, aber zum Arbeiten ist das nicht die wahre Freude. Ach ja: Eine solche Hecke hat natürlich auch eine Oberseite. Meine ist um die 50 bis 60 Zentimeter breit, was bedeutet, dass ich mit der elektrischen Heckenschere (zum Glück habe ich seit gestern auch eine, sonst wäre ich völlig aufgeschmissen) die Oberseite nicht in einem Abwasch schneiden konnte, sondern jeweils immer von beiden Seiten ran musste. Und da die Hecke etwa 1,90 Meter hoch ist, führte das zu einer fürchterlich anstregenden Arbeit über Kopf, die Hälfte davon in einem engen Zwischenraum, wo ich immer wieder mit dem T-Shirt irgendwo hängen blieb. Nicht unerwähnt sollte auch sein, dass es gestern hier um die 28 Grad Celsius warm war, bei geschätzten 70 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Mit anderen Worten: Ich habe das, was ich getrunken hatte, schneller wieder ausgeschwitzt als nachgefüllt.

Heute kann ich meine Arme kaum noch bewegen - aber es hat sich doch gelohnt, wenn man sich das Ergebnis ansieht, oder? Bis zum nächsten Mal warte ich aber nicht mehr so lange...
Nachher: Etwas gerupft, aber akkurat

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Also, das beeindruckt mich wirklich und echt. Ich bin von den Socken...(mir fallen gerade keine anderen metaphorischen oder alliterativen Deskriptionen meiner Emotionen ein). Unser einer ist kaum in der Lage, sein fünf Meter langes Stück Hecke vor der Haustür zu stutzen und dann das ... scheinst wirklich ein harter Hund zu sein :-)

Erik N. hat gesagt…

Diese Anerkennung tut wirklich gut... Das gibt Mut, wenn's demnächst ans Vertikutieren geht. Ich weiß jetzt, ich tue das nicht umsonst... ;-)