Mittwoch, 28. März 2012

"Clash of the Titans" - einst und jetzt


In dem Örtchen, in dem ich aufwuchs, gab es ein Kino. Ein richtiges, kleines Dorfkino, mit knarrenden Holzsitzen, einer vielleicht sieben Meter breiten Leinwand, im Winter bollerte ein Kanonenofen. Popcorn und Cola gab's ebenso wenig wie Stereo-Klang oder Vorfilm. Kartenverkäufer, Abreißer und Vorführer waren ein und dieselbe Person - mitunter war er auch als Ordner und Rausschmeißer tätig, wenn wir zu laut im Vorführraum waren. Das Kino öffnete, wenn ich mich richtig erinnere, nur am Mittwoch Abend, der Eintritt kostete 50 Pfennig, und für uns Kinder und Jugendliche war der Kinobesuch einfach das Größte. Solche Erinnerungen bleiben...

Sonntag, 25. März 2012

Happy Birthday


 Ich feiere so etwas wie einen Geburtstag. Vor einem Jahr habe ich meinen ersten Post in diesem Blog geschrieben. Sogar die Stunde stimmt. Seitdem sind 193 Post geschrieben worden, das hier ist der 194. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele werden würden, als ich vor einem Jahr angefangen habe. Nur die wilde Mischung, die ich damals im Sinne hatte, die ist es in etwa geworden...

Donnerstag, 22. März 2012

Überraschend ehrlich

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Zeitungsredaktionen - vor allem in Tageszeitungen - ihre Irrtümer und Fehler, die sie aus welchen Gründen auch immer gemacht haben, eher widerstrebend und nur unter Protest berichtigen. Zahlendreher oder Schreibfehler werden lapidar korrigiert, falsche Bildunterschriften irgendwann mit einem flapsigen Spruch klargestellt. Dass der entsprechende Redakteur einen eigenen Fehler tatsächlich zugibt oder sich gar dafür entschuldigt, das geschieht sehr selten - meistens wird die Berichtigung so geschrieben, dass man den Eindruck gewinnt, den Irrtum hätte ein anderer begangen. Ich kenne sogar Vertreter der Zunft, die regelrecht ausfallend werden, wenn man sie auf so etwas aufmerksam macht, nach dem Motto "Was erdreistet Er sich, mit Seiner beschränkten Sicht der Dinge unsere göttliche Weisheit und Unergründlichkeit in Frage zu stellen?"

Mittwoch, 21. März 2012

Freude an der Arbeit

An einem Nebengebäude unserer Verwaltung finden gerade umfangreiche Sanierungsarbeiten statt. Im Prinzip bleiben von dem Haus nur die Außenwände stehen, alles andere wird neu gemacht. Das hat zur Folge, dass wir seit Monaten mit einer nicht unerheblichen Lärmbelastung auf dem Hof leben müssen. Über Wochen zum Beispiel ratterten beim Entkernen des Hauses die Presslufthämmer so lange, dass wir im Scherz schon sagten, beim nächsten Stein, den die Arbeiter raus holen, fällt alles zusammen. Diese Lärmbelastung ist mittlerweile vorbei. Dafür gibt es seit einigen Tagen etwas Neues.

Wie denn sonst?

Mein morgendlicher Blick durch die Schlagzeilen ließ mich auch auf eine Meldung stoßen, nach der die Dienstleistungs-Gewerkschaft verdi mit unbefristetem Streik droht, wenn ihren Forderungen nicht nachgekommen wird. Das betrifft mich natürlich auch. Ich arbeite ja im öffentlichen Dienst. Und ob die Forderung von verdi nach 6,5 Prozent mehr Gehalt berechtigt ist oder nicht, werde ich hier nicht erörtern. Die Crux an der Geschichte ist ja, dass keine Arbeitnehmergruppe ihre Wünsche nach Lohnsteigerungen so sehr erklären und rechtfertigen muss wie der öffentliche Dienst. Zumal es ja immer gerne heißt: Dem Krankenhauspersonal oder den Müllwerkern würden wir es ja gönnen, aber die Lehrer oder die Angestellten in den Verwaltungen, die sollen erst mal richtig arbeiten. Und wofür brauchen wir die letzteren überhaupt? So sprechen Leute, die von unserer Arbeit keine wirkliche Ahnung haben.

Sonntag, 18. März 2012

Der Unterwasserknaller - "Echoes"

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass das Video, das ich heute bei Youtube gefunden habe, von einem User namens "Rogerwaterschannel" eingestellt wurde. Ironie deshalb, weil es ein Konzertmitschnitt mit David Gilmour und Richard Wright ist. Dass dieses Konzert nun auf dem Kanal mit Namen Roger Waters erscheint, ist komisch - immerhin waren Waters auf der einen und Wright und Gilmour auf der anderen Seite nicht gerade Freunde, um es mal so zu sagen. Andererseits sind seitdem viele Jahre vergangen. Mit Gilmour hat Waters sich ja wieder einigermaßen vertragen, und als Wright im September 2008 verstarb, sperrte Waters seine Internetseite und ließ statt dessen für eine ganze Weile einen Nachruf auf Wright stehen. Das war ein feiner Zug von ihm, muss ich sagen...

Samstag, 17. März 2012

Besuch bei "Lady Agnes"

Die Lady Agnes in Stölln (© Erik Nagel)

Heute haben mich meine Eltern besucht. Und weil das Wetter einfach wunderschön war, wollten wir nicht einfach nur zu Hause sitzen, sondern haben einen Ausflug nach Stölln unternommen. Wer das nicht kennt: Es ist ein kleines Örtchen ungefähr 25 Kilometer nördlich von Rathenow mitten in der weiten Landschaft des Havellandes.

Freitag, 16. März 2012

Werbung lügt!

Ich war gestern Abend noch einkaufen. Laut Werbeprospekt gab es in meinem Supermarkt das Roggenmischbrot im Sonderangebot für 99 Cent. Und da ich sowieso welches brauchte, passte es eigentlich ganz gut zusammen: Wieder was zum Essen im Haus, dabei auch noch Geld gespart, und ein paar andere Sachen standen auch noch auf der Liste. Also los zum Supermarkt.

Donnerstag, 15. März 2012

Ist es nicht paradox...?

Ist es nicht paradox...

...dass die meisten Computer-Benutzer den Internet Explorer nur einmal benutzen, nämlich um Firefox herunterzuladen?

...dass alle Menschen im Straßenverkehr Idioten sind - außer man selbst?

...dass wir Politiker verurteilen, wenn sie Geschenke annehmen, aber kein Problem darin sehen, von unseren Arbeitsplätzen Kugelschreiber, Kopierpapier, Schrauben, Werkzeuge und so weiter mitgehen lassen?

...dass es Krankenschwestern gibt, aber keine Krankenbrüder?

...dass wir offiziell "DSDS", "Frauentausch", "Alexander Holt" und viele andere Sendungen für total bescheuert halten, sie aber trotzdem gucken und ihnen damit dank Einschaltquoten die Existenz sichern?

...dass Beischlaf eigentlich überhaupt nichts mit Schlaf zu tun hat?

...dass Städter aufs Land ziehen, weil sie das Landleben lieben, und dort den Nachbarn verklagen, weil dessen Hahn kräht und seine Katzen in den Vorgarten kacken?

...dass diejenigen am besten über Fußball Bescheid wissen, die bei einem 100-Meter-Lauf nach 50 Meter aus Erschöpfung zusammenbrechen würden?

...dass wir im Urlaub so weit wie möglich weg fahren, um was Exotisches zu erleben und zu sehen, und dort dann Bier, Pommes und Wiener Schnitzel bestellen?


...dass man bei einer Adoption seine Eignung zur Kindererziehung in einem langwierigen Prozess nachweisen muss, bevor der Adoption zugestimmt wird, aber auf natürlichem Weg so viele Kinder wie man will in die Welt setzen kann, ohne dass einer fragt, ob es denen mal gut gehen wird?

...dass es beim Mobiltelefon kaum noch darum geht, ob man damit telefonieren kann?

...dass bei der Forderungen der Feministinnen nach Frauenquote und Gleichberechtigung irgendwie niemals Wehrpflicht oder Zivildienst erwähnt wurde?

...dass wir lieber darüber streiten, illegale Drogen zu legalisieren, als darüber, legale Drogen zu verbieten?

...dass wir mit "Star Wars Ep. IV" einen Film lieben, der das Attribut "blutrünstigster Film aller Zeiten" verdient?


(Dieser Post ist in größten Teilen sehr satirisch gemeint. Ich erwähn's lieber vorher... Wird sicherlich fortgesetzt!)

Dienstag, 13. März 2012

Eine Perle der Net-Comedy

Wenn man sich so im Internet umsieht, dann findet man zum Beispiel bei Youtube ja jede Menge schräge Sachen. Da gibt es Videos, in denen zu sehen ist, wie man sich mit minimalem Aufwand als eine japanische Manga-Heroine schminken kann. Es gibt zahllose Beispiele, die zeigen, wie sich hirnlose Möchtegern-Stuntmen bei ihren noch hirnloseren Stunts mehr oder weniger ernsthaft verletzen. Es gibt Musikvideos, manche gut, die meisten nicht. Myriaden von Haustieren werden in witzigen, peinlichen oder abstoßenden Momenten gefilmt und der Netzgemeinde zur Verfügung gestellt. Kurz gesagt: Youtube ist voll von Videos, die niemand braucht und die man sich oft nur als gefestigter Charakter mit beinahe schon zen-buddhistischer Gelassenheit ansehen kann.