Ich habe mich hier die letzten Monate recht rar gemacht. Einer der Gründe bestand darin, dass ich nicht so recht wusste (bzw. es weiß), was ich mit diesem Blog derzeit anfangen soll. An sich finde ich es nach wie vor eine schöne Idee, mich hier zu produzieren, einige Erlebnisse preis zu geben, Gedanken los zu werden und auch mal meine Meinung darzulegen. Mit dem letzteren habe ich jedoch mitunter Probleme...
Nicht dass ich keine Meinung habe, im Gegenteil. Nur ist sie oft nicht die der Masse. USA-Bashing ist ja schon seit einiger Zeit gewaltig in; es gehört geradezu zum guten Ton, auf Uncle Sam verbal einzuprügeln und ihn für alles Schlechte in der Welt verantwortlich zu machen. Ich persönlich sehe das eben anders, differenzierter, nicht so einfach schwarz-weiß gezeichnet. Ich kann andererseits auch nichts, aber auch gar nichts mit der nur zu gerne zur Schau getragenen Larmoyanz anfangen, die weite Teile dieses Landes - und auch teilweise meinen Freundeskreis - erfasst hat. Wenn ich das alltägliche Klagen über alles und jeden höre, steigt bei mir oft der Blutdruck (nicht, dass ich mit allem hierzulande zufrieden bin, Gott bewahre, aber ich halte das meiste Klagen für Jammern auf höchstem Niveau...). Ich habe zu all dem oft eine eigene Meinung. Die muss nicht richtig sein, sie muss auch nicht jedem gefallen, aber es ist meine.
Und doch muss ich mir immer wieder überlegen, ob ich sie auch sagen soll. Es ist nämlich gar nicht so einfach, eine eigene Meinung haben, wenn sie einem anderen nicht gefällt.
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Montag, 13. April 2015
Mittwoch, 27. August 2014
Pack-Wahn
Über Verpackungen kann man lang und breit streiten, sowohl über ihre Aufmachung wie auch den Inhalt. Ich habe es aufgegeben darüber nachzudenken, warum so viele Koch-Rezepte nach 400 Gramm Gehacktem verlangen, mein Supermarkt aber abgepackt nur 300 oder 500 Gramm anbietet. Oder warum viele elektronische Geräte nur eine Batterie brauchen, diese aber in der Regel nur in mindestens Zweierpacks verkauft werden.
Mittwoch, 15. Januar 2014
Namen sind Glücksache
Einen Namen richtig scheiben ist oft Glückssache. Auch bei meinem. Wenn ich meinen Vornamen nur sage und dann weder von selbst auf das „K“ am Ende hinweise oder danach gefragt werde, ernte ich geschrieben eine etwa 50prozentige Trefferquote. Das stört mich nicht weiter. Ob Erik oder Eric, beide Schreibweisen sind gebräuchlich und anerkannt. Mit solchen Verwechslungen kann ich leben. Ich würde es nicht einmal Verwechslung nennen.
Sonntag, 11. August 2013
Ernährt sich der "politisch korrekte" Hund vegan?
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| "We taught a Lion to eat Tofu!" (© "Futurama", Fox) |
Es gibt Veganer, die ihre Hunde und Katzen vegan ernähren.
Dienstag, 6. August 2013
Grünkram für alle
Die Grünen wollen einen "Veggie Day" einführen. Einmal in der Woche, so ihr Vorschlag, soll es in Kantinen nur vegetarisches oder veganes Essen geben. Natürlich waren die Reaktionen heftig, selbstverständlich droschen alle nur so auf die Öko-Krieger ein. Kann man zum Beispiel hier im SPIEGEL oder hier in der FAZ nachlesen. Ich persönlich finde die politischen Proteste gegen den Vorschlag ganz amüsant. Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass CDU, CSU und FDP mit den Linken (!) gemeinsam in ein Horn stoßen. Allein schon deswegen verdient die Idee von Karin Göring-Eckardt Respekt.
Samstag, 13. Oktober 2012
Da hört der Spaß auf
Ich habe in dieser Woche einen Zeitungsartikel in einer der hiesigen Gazetten gelesen, der mich nachdenklich zurück ließ. Es war ein eigentlich simpler einfacher Artikel über ein Vereinsfest, eines der Sorte, womit neue Mitglieder geworben werden sollten. Es ging also auch darum zu zeigen, wie schon und toll doch der Verein, wie sehr Spaß das doch macht, hier mitzumischen, welche Bedeutung dieser Verein hat. Nun stelle ich normalerweise Vereine nicht in Frage. Sie sind wichtig, ehrenamtliche Betätigung hat seine Bedeutung, und wenn es nur die ist, dass die Mitglieder - Erwachsene wie Kinder - nicht einfach nur zu Hause rumsitzen oder anderen Unsinn anstellen, sondern sich einbringen und gemeinsam mit anderen für was auch immer engagieren.
Doch in diesem Fall habe ich ein ungutes Gefühl. Es war nämlich ein Schützenverein.
Doch in diesem Fall habe ich ein ungutes Gefühl. Es war nämlich ein Schützenverein.
Donnerstag, 27. September 2012
Feinheiten der Kommunikation
Okay, um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe nichts gegen Juristen, im Gegenteil. Ich kenne einige, ich arbeite mit einigen zusammen, und das sehr gut, ich habe sogar Juristen unter meinen Freunden. Ich habe das Bild hier nur gewählt, weil ich es total witzig finde, ich außerdem ein Bild für meinen Post brauchte und es sogar ganz gut zum ersten Teil meines Posts passt.
Außerdem habe ich es von einem Juristen bekommen, von daher ist es sozusagen legitimiert.
Ich habe in den letzten Tage einige interessante Dinge in Sachen Kommunikation erlebt. Über zwei würde ich gerne schreiben. Die erste beschäftigt mittlerweile Juristen, aber was die dabei haben gucken lassen, das hat mich zuerst zum Lachen und dann zum Staunen gebracht. Begonnen hat alles mit einer E-Mail. Einer sehr beleidigenden E-Mail
Außerdem habe ich es von einem Juristen bekommen, von daher ist es sozusagen legitimiert.
Ich habe in den letzten Tage einige interessante Dinge in Sachen Kommunikation erlebt. Über zwei würde ich gerne schreiben. Die erste beschäftigt mittlerweile Juristen, aber was die dabei haben gucken lassen, das hat mich zuerst zum Lachen und dann zum Staunen gebracht. Begonnen hat alles mit einer E-Mail. Einer sehr beleidigenden E-Mail
Freitag, 14. September 2012
Begrenztes Mitleid
Vor dreieinhalb Jahren bemerkte ich bei der Arbeit, dass meine alte Brille mich nicht mehr unbedingt voll unterstützte. Ich arbeite ja fast den ganzen Tag am Computer, und das tut den Augen nur bedingt gut. Meine Brille wiederum hat nicht wirklich viel Stärke, aber es war schon zu spüren, dass da was nicht so ganz passte. Also beschloss ich, mich mal wieder untersuchen zu lassen. Die davorige Augenuntersuchung lag ohnehin schon mehrere Jahre zurück, und so dachte ich, es kann nicht schaden, das mal wieder kontrollieren zu lassen.
Montag, 10. September 2012
Die dunkle Seite des Internets
Vor ein paar Tagen habe ich einen Post über den Tod von Michael Clarke Duncan geschrieben. Auf diesen Post habe ich einige interessante Kommentare bekommen, in erster Linie von Leuten, die das noch gar nicht gehört hatten. Ein Kommentar kam sogar aus Norwegen (hey, mein erster ausländischer Kommentar). Dieser Kommentator machte mich aber auf etwas anderes aufmerksam, was ich noch nicht mitbekommen habe: Fast zur gleichen Zeit geisterte eine andere Meldung durch das Internet, nach der Morgan Freeman ebenfalls gestorben sein. Hier gab es dann aber nicht nur schnell die Aufklärung seitens Freemans Managements, sondern auch die Aufklärung: Ein Twitterer hatte sich einen schlechten Scherz erlaubt.
Samstag, 1. September 2012
Zeichen und Wunder
| Links alt, rechts neu. (© Erik Nagel) |
So ist es auch mit Handys. Ich brauche ein Handy zum Telefonieren und SMS schreiben, ab und zu vielleicht mal eine MMS. Das reicht mir. Ich muss keine Fotos schießen, dafür habe ich einen Fotoapparat, der in jedem Fall besser ist. Es interessiert mich auch nur peripher, wie spät es gerade in Kiribati ist oder ob in Seattle Regen fällt. Ich brauche keinen Schrittzähler, und ein Navi habe ich schon, genau so wie ein Thermometer. Ich besitze eine Taschenlampe, einen Nacktscanner will ich nicht , und wenn ich einen neuen Witz hören möchte, frage ich meine Freunde und keine entsprechende App.
Insofern habe ich mich Smartphones, Blackberries, i-Phones und ihren Möglichkeiten erfolgreich verweigert, was zu der seltsamen Situation führte, dass ich aufgrund von Gerätewechseln mitunter recht moderne Mobiles besaß, sie aber abgesehen vom Telefonieren und Simsen - ja, gut, manchmal auch als Wecker und MP3-Player - nicht benutzte.
Bis jetzt.
Donnerstag, 2. August 2012
Ausverkauf
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| Nasdarowje auf die Vergangenheit. (© Erik Nagel) |
Zufälligerweise war ich beide Male auch in Sankt Petersburg, als es noch Leningrad gerufen wurde. Ich habe die Erinnerung an eine sehr freundliche und ausgesprochen schöne Stadt. Es war sauber, aufgeräumt, die Metro - also die Untergrundbahn - strotzte nur so von Marmor, Messing und vergoldeten Leuchtern. Man sah nicht einmal einen Kaugummi oder ein Papierfetzchen auf dem Boden liegen (also so, wie Berliner U-Bahnhöfe nur in den ersten zwei Sekunden nach ihrer Eröffnung aussehen). Und überall gab es die Erinnerung an die ruhmreiche Vergangenheit in Form von Denkmälern, Paraden und Straßennamen. Alte Kriegsveteranen präsentierten stolz ihre ordengeschmückte Brust, die oft wie ein bunter Harnisch aussah, so viele Orden hatten sie. Peter der Große stand einträchtig neben Marx, Engels und Lenin. Kurz gesagt, eine prächtige Stadt, so lange man die Hauptstraßen nicht verließ. Abseits der Magistralen sah es oft deutlich trister aus.
Freitag, 29. Juni 2012
Einfach widerlich...
Ich wollte das gestern hier im Blog nicht auch noch reinschreiben, um nicht endgültig als Besserwisser zu gelten. Heute hole ich es nach, wenngleich aus anderen Gründen. Ich hatte gestern Abend nach dem verlorenen Halbfinalspiel gegen Italien schon die Vermutung gehabt, dass heute die ganzen Deutschland-Fahnen im Müll liegen würden. Tatsächlich habe ich nur zwei Autos heute gesehen, die noch in Schwarz-Rot-Gold durch die Gegend fuhren. Davor waren es hunderte gewesen.
Es ist also nicht weit her mit unserem Patriotismus und unserem Stolz bzw. der Verbundenheit mit der Nationalmannschaft. Nein, es ist sogar noch schlimmer: Wenn man sich in verschiedenen Meinungsseiten der Nachrichtenportale umschaut, dann kann einem übel werden, was da zu lesen ist.
Es ist also nicht weit her mit unserem Patriotismus und unserem Stolz bzw. der Verbundenheit mit der Nationalmannschaft. Nein, es ist sogar noch schlimmer: Wenn man sich in verschiedenen Meinungsseiten der Nachrichtenportale umschaut, dann kann einem übel werden, was da zu lesen ist.
Mittwoch, 20. Juni 2012
Wer zu spät kommt...
Ich habe jede Menge Macken (wer hat die nicht?), und viele sind sicherlich auch recht schwierig und für andere oft nur schwer zu ertragen. Macken müssen aber nicht zwangsläufig schlecht sein, und eine steht mir glaube ich ganz gut: Ich mag es nicht, irgendwo zu spät zu erscheinen. Obwohl das untertrieben ist - ich hasse es.
Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Mir fällt kein einschneidendes Erlebnis ein, wo mir das mal zum Schaden gereichte. Ich finde aber, dass Pünktlichkeit eine Menge mit Respekt zu tun. Unpünktlichkeit empfinde ich als grobe Unhöflichkeit, ja Miss- und Verachtung der anderen Person. Zu spät zu kommen, heißt eine Vereinbarung nicht einzuhalten. Ja mehr noch: Komme ich zu spät, stehle ich meinem Gegenüber Zeit. Und Zeit ist kostbar, allein schon deswegen, weil Zeit nicht mehr zurück geholt oder zurück gegeben werden kann. Sie ist unwiederbringlich weg.
Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Mir fällt kein einschneidendes Erlebnis ein, wo mir das mal zum Schaden gereichte. Ich finde aber, dass Pünktlichkeit eine Menge mit Respekt zu tun. Unpünktlichkeit empfinde ich als grobe Unhöflichkeit, ja Miss- und Verachtung der anderen Person. Zu spät zu kommen, heißt eine Vereinbarung nicht einzuhalten. Ja mehr noch: Komme ich zu spät, stehle ich meinem Gegenüber Zeit. Und Zeit ist kostbar, allein schon deswegen, weil Zeit nicht mehr zurück geholt oder zurück gegeben werden kann. Sie ist unwiederbringlich weg.
Mittwoch, 13. Juni 2012
So einfach geht das - oder?
Ein Kollege erzählte mir heute in einer Pause eine lustige, zwar ausgedachte, aber bestechend einleuchtende Geschichte mit einer interessanten Pointe. Hier ist sie:
"Ein deutscher Urlauber kommt in ein griechisches Hotel und sagt zum Hotelier, dass er unter Umständen ein Zimmer in dem Hotel buchen möchte. Er würde die Zimmer vorher aber gerne besichtigen und bittet den Hotelier daher um alle Schlüssel, um sich jedes einzelne anschauen zu können. Der Hotelier geht darauf ein, immerhin laufen die Geschäfte gerade nicht so gut, verlangt seinerseits aber ein Pfand für die Aushändigung aller Schlüssel. Der deutsche Urlauber legt 100 Euro auf den Tisch und bekommt alle Schlüssel.
"Ein deutscher Urlauber kommt in ein griechisches Hotel und sagt zum Hotelier, dass er unter Umständen ein Zimmer in dem Hotel buchen möchte. Er würde die Zimmer vorher aber gerne besichtigen und bittet den Hotelier daher um alle Schlüssel, um sich jedes einzelne anschauen zu können. Der Hotelier geht darauf ein, immerhin laufen die Geschäfte gerade nicht so gut, verlangt seinerseits aber ein Pfand für die Aushändigung aller Schlüssel. Der deutsche Urlauber legt 100 Euro auf den Tisch und bekommt alle Schlüssel.
Samstag, 12. Mai 2012
Mist, wir müssen weiterleben
So, das war's ja dann wohl mit dem Weltuntergang 2012. Er findet nicht statt. Sagen die Mayas, was ich bemerkenswert finden. Immerhin waren's bis jetzt auch die Mayas, die den Weltuntergang vorhergesagt hatten. Jedenfalls endete ihr Kalender am 21. Dezember 2012, oder so wurde es zumindest behauptet. Und nun das: Da entdecken Forscher in einer guatemaltekischen Ausgrabungsstätte einen anderen Maya-Kalender, der nicht nur früher begann als die bisher bekannten, sondern vor allem später endet. Kann man zum Beispiel hier nachlesen.
Gut, dass dieser Fund erst jetzt gemacht wurde. So hatten die Weltuntergangspropheten ja noch genug Zeit, ihre Werke profitbringend unters Volk zu bringen. Blöd nur für die, die daran geglaubt haben. Vor kurzem las ich ein Graffiti, dass ungefähr so ging: "Wenn die Welt am 21. Dezember 2012 untergeht, brauche ich dann ab April keine Kondome mehr?" Wer das wirklich getan hat, könnte nun Probleme kriegen.
Gut, dass dieser Fund erst jetzt gemacht wurde. So hatten die Weltuntergangspropheten ja noch genug Zeit, ihre Werke profitbringend unters Volk zu bringen. Blöd nur für die, die daran geglaubt haben. Vor kurzem las ich ein Graffiti, dass ungefähr so ging: "Wenn die Welt am 21. Dezember 2012 untergeht, brauche ich dann ab April keine Kondome mehr?" Wer das wirklich getan hat, könnte nun Probleme kriegen.
Freitag, 13. April 2012
Vertrauen ist gut - aber wem kann man vertrauen?
Feuerwehrleuten wird in Deutschland am meisten vertraut, Politikern am wenigsten. Gut, das Ergebnis kommt nicht überraschend. Feuerwehrleute retten Katzen, schneiden Unfallopfer aus Autowracks und fahren tolle, große, rote Autos, und Politiker tun das eben nicht. Jedenfalls ist das das Ergebnis einer Umfrage, die der Verlag "Reader's Digest" seit einigen Jahren in Europa durchführt und die dieser Tage wieder einmal fertig und veröffentlicht wurde. (Kann man hier einmal nachlesen)
Ich habe mir das Ergebnis mit Interesse angesehen, wenngleich sowohl die absoluten Sieger als auch die Verlierer mehr als nur vorhersehbar waren. Bei den Berufen dazwischen wurde es teilweise aber doch recht aufschlussreich. Manche konkrete Reihenfolge habe ich mir zwar nicht erklären können, aber zum Schmunzeln hat es alle Mal getaugt. Und die eine oder andere Platzierung war doch eine Überraschung.
Ich habe mir das Ergebnis mit Interesse angesehen, wenngleich sowohl die absoluten Sieger als auch die Verlierer mehr als nur vorhersehbar waren. Bei den Berufen dazwischen wurde es teilweise aber doch recht aufschlussreich. Manche konkrete Reihenfolge habe ich mir zwar nicht erklären können, aber zum Schmunzeln hat es alle Mal getaugt. Und die eine oder andere Platzierung war doch eine Überraschung.
Montag, 9. April 2012
Mein Beitrag zum Grass-Bashing
Wenn es eine Debatte gibt, die in den vergangenen Tagen die Medien beherrschte, dann die um Günter Grass und sein komisches Gedicht "Was gesagt werden muss". Nicht nur die Zeitungen und die Fernsehsendungen sind voll davon, auch das Internet und die verschiedensten Blogs quellen förmlich über. Und nun der auch noch, könnte man bei diesem Post sagen. Aber ich habe eigentlich gar nicht vor, viel zu dem Gedicht zu sagen. Eher zu dem, was andere dazu meinen.
Günter Grass muss ja ganz schön viel Prügel für seine Zeiten einstecken. Ich verstehe es nicht so ganz, denn - das ist aber meine ganz persönlich Meinung - ich finde das Gedicht stilistisch blöd und inhaltlich schon beinahe infantil-naiv. (Wer es nicht kennt, hier kann man es noch mal lesen) Andererseits habe ich nur wenig Ahnung von Lyrik, von daher kann der Stil auch avantgardistisch sein. Neulich las ich einmal ein dadaistisches Gedicht, und dagegen ist Grass nun wirklich schon wieder gut. Und der Inhalt... sagen wir mal vorsichtig so: Ich habe am Stammtisch schon dümmeres Zeug gehört, ohne dass es zu Diskussionen führte, und andererseits beinhaltet es eine sagen wir mal kindliche Weisheit, die da lautet: "Krieg ist schlecht". Dafür muss man kein Literatur-Nobelpreisträger sein, um das zu schreiben, aber es ist auch nicht falsch. Bleibt noch die Frage, ob Grass mit seiner Einschätzung, wer am möglichen Krieg die Schuld trägt, Recht hat. Zumindest in einer Hinsicht hat er es meiner Meinung nach an den richtigen Adressaten gerichtet. Man appelliert in der Regel an den Vernünftigeren, und wenn man da zwischen iranischer und israelischer Staatsführung wählen muss, dann fällt wenigstens mir die Wahl leicht.
Günter Grass muss ja ganz schön viel Prügel für seine Zeiten einstecken. Ich verstehe es nicht so ganz, denn - das ist aber meine ganz persönlich Meinung - ich finde das Gedicht stilistisch blöd und inhaltlich schon beinahe infantil-naiv. (Wer es nicht kennt, hier kann man es noch mal lesen) Andererseits habe ich nur wenig Ahnung von Lyrik, von daher kann der Stil auch avantgardistisch sein. Neulich las ich einmal ein dadaistisches Gedicht, und dagegen ist Grass nun wirklich schon wieder gut. Und der Inhalt... sagen wir mal vorsichtig so: Ich habe am Stammtisch schon dümmeres Zeug gehört, ohne dass es zu Diskussionen führte, und andererseits beinhaltet es eine sagen wir mal kindliche Weisheit, die da lautet: "Krieg ist schlecht". Dafür muss man kein Literatur-Nobelpreisträger sein, um das zu schreiben, aber es ist auch nicht falsch. Bleibt noch die Frage, ob Grass mit seiner Einschätzung, wer am möglichen Krieg die Schuld trägt, Recht hat. Zumindest in einer Hinsicht hat er es meiner Meinung nach an den richtigen Adressaten gerichtet. Man appelliert in der Regel an den Vernünftigeren, und wenn man da zwischen iranischer und israelischer Staatsführung wählen muss, dann fällt wenigstens mir die Wahl leicht.
Montag, 2. April 2012
Ich würd's ja tun...
Die gegenwärtigen Spritpreise sind ein Verbrechen. Heute gingen die Preise an den Tankstellen kurzfristig mal um zehn Cent herunter, auf sagenhafte niedrige (Achtung, Sarkasmus) 1,61 Euro! Und prompt bildeten sich Autoschlangen bis auf die Straße. Nur ist mein Tank noch relativ voll, sodass ich nicht mal einen Grund hatte, mich auch da anzustellen. Und abgesehen davon ändert es nicht wirklich was am eigentlichen Dilemma, und das lautet: Das Benzin ist einfach viel zu teuer.
Diese Situation brachte mich auf die Idee, mich einmal über öffentliche Verkehrsmittel zu informieren. Natürlich in erster Linie, um meinen Geldbeutel zu schonen, und dann - man kann es sich ja schön reden - auch noch etwas für die Umwelt zu tun. Leider musste ich dabei feststellen, dass das nicht wirklich etwas bringt.
Diese Situation brachte mich auf die Idee, mich einmal über öffentliche Verkehrsmittel zu informieren. Natürlich in erster Linie, um meinen Geldbeutel zu schonen, und dann - man kann es sich ja schön reden - auch noch etwas für die Umwelt zu tun. Leider musste ich dabei feststellen, dass das nicht wirklich etwas bringt.
Mittwoch, 21. März 2012
Wie denn sonst?
Mein morgendlicher Blick durch die Schlagzeilen ließ mich auch auf eine Meldung stoßen, nach der die Dienstleistungs-Gewerkschaft verdi mit unbefristetem Streik droht, wenn ihren Forderungen nicht nachgekommen wird. Das betrifft mich natürlich auch. Ich arbeite ja im öffentlichen Dienst. Und ob die Forderung von verdi nach 6,5 Prozent mehr Gehalt berechtigt ist oder nicht, werde ich hier nicht erörtern. Die Crux an der Geschichte ist ja, dass keine Arbeitnehmergruppe ihre Wünsche nach Lohnsteigerungen so sehr erklären und rechtfertigen muss wie der öffentliche Dienst. Zumal es ja immer gerne heißt: Dem Krankenhauspersonal oder den Müllwerkern würden wir es ja gönnen, aber die Lehrer oder die Angestellten in den Verwaltungen, die sollen erst mal richtig arbeiten. Und wofür brauchen wir die letzteren überhaupt? So sprechen Leute, die von unserer Arbeit keine wirkliche Ahnung haben.
Mittwoch, 25. Januar 2012
Ich glaube, ich werde alt
Eigentlich halte ich mich für doch recht jung geblieben. Ich habe gerne Spaß mit Freunden, feiere mit ihnen, habe Freude am Karneval. Ich lese Fantasy-, Abenteuer- und Science-Fiction-Bücher und scheue auch vor den Groschenheften nicht zurück. Ich sehe sogar "Spongebob Schwammkopf" im Fernsehen, aber auch Dokumentationen über Stephen Hawking oder Geschichtsdokus von Joachim Bublath. Kurz gesagt: Ich denke, dass ich geistig rege, für vieles aufgeschlossen und eben jung geblieben bin.
Doch neulich fühlte ich mich richtig alt. Und leider auf die Weise, die eigentlich die schlimmste Weise ist, nämlich geistig alt.
Doch neulich fühlte ich mich richtig alt. Und leider auf die Weise, die eigentlich die schlimmste Weise ist, nämlich geistig alt.
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