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Freitag, 29. Juni 2012

Einfach widerlich...

Ich wollte das gestern hier im Blog nicht auch noch reinschreiben, um nicht endgültig als Besserwisser zu gelten. Heute hole ich es nach, wenngleich aus anderen Gründen. Ich hatte gestern Abend nach dem verlorenen Halbfinalspiel gegen Italien schon die Vermutung gehabt, dass heute die ganzen Deutschland-Fahnen im Müll liegen würden. Tatsächlich habe ich nur zwei Autos heute gesehen, die noch in Schwarz-Rot-Gold durch die Gegend fuhren. Davor waren es hunderte gewesen.

Es ist also nicht weit her mit unserem Patriotismus und unserem Stolz bzw. der Verbundenheit mit der Nationalmannschaft. Nein, es ist sogar noch schlimmer: Wenn man sich in verschiedenen Meinungsseiten der Nachrichtenportale umschaut, dann kann einem übel werden, was da zu lesen ist.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Das war's dann

So, das war's dann. Deutschland hat im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 1 : 2 gegen Italien verloren. Und als ob ich es geahnt hätte, habe ich mich kurzfristig entschlossen, nicht zu Freuden bei so einer Art Public Viewing zu gehen. War eine gute Wahl: Ich hätte mich noch mehr geärgert, wenn ich nach diesem Spiel nun auch noch einen längeren Weg nach Hause hätte gehen müssen, anstatt mich einfach nur ins Bett zu legen. Ist sowieso etwas Besonderes, dass ich das Spiel überhaupt gesehen habe.

Sonntag, 17. Juni 2012

Töne in der Nacht

Soeben ist das ruhige Landleben nicht mehr ganz so ruhig geworden. Eben gerade ist das EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Dänemark zu Ende gegangen (interessanterweise habe ich das Spiel fast ganz gesehen, was einiges über das heutige Fernsehprogramm im Allgemeinen sagt). Und seit dem Abpfiff dröhnen einige vereinzelte Vuvuzelas durch die lauschige märkische Landschaft. Ich mache drei aus aus drei verschiedenen Richtungen, geschätzte Entfernungen von 50 bis 500 Metern.

Ich muss darüber schon etwas schmunzeln. Sonntag Abend ist es hier in der Regel sehr sehr ruhig, und da fallen diese Töne ganz besonders auf. Es hat etwas trotzig verzweifeltes an sich, die einsamen Vuvuzelas versprengt in der Landschaft zu hören. Ich wage gar nicht, mir einen spontanen Autokorso vorzustellen, der sich bilden könnte. Mehr als zwei Autos würde ich jetzt nicht erwarten...