Für uns - damit meine ich meinen Karnevalsverein - steht die Saison kurz bevor. In einigen Tagen beginnen unsere Saalveranstaltungen, und es sind noch einige Vorbereitungen zu treffen. So war ich gestern und heute viel unterwegs, habe Gruppen bei ihrem Training besucht, mit ihnen gesprochen, Daten vervollständigt und Absprachen getroffen.
Posts mit dem Label Karneval werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Karneval werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 19. Januar 2014
Donnerstag, 16. Januar 2014
Empfänglich
In meiner Eigenschaft als Vorsitzender – oder genauer gesagt Präsident – eines Karnevalsvereins muss ich diesen auch hin und wieder repräsentieren. Gestern war ich deswegen beim Neujahrsempfang in Premnitz, zu dem ich dank meiner Position eingeladen wurde.
Dienstag, 14. Januar 2014
Schreibkram
Das Wochenende habe ich zu einem großen Teil damit verbracht, organisatorischen Kram für meinen Verein zu erledigen. Kurz vor der Saison sind da noch einige Sachen zu erledigen. In diesem Jahr ist eine neue Aufgabe dazu gekommen, die bisher von jemand anders erledigt wurde. Derjenige kann das nun nicht mehr tun, womit die Sache bei mir landet.
Es geht um die Aktualisierung der Liste unserer Mitwirkenden. Diese muss wieder auf den neuesten Stand gebracht werden, was heißt, ich muss abfragen, wer aktuell noch im Programm mitarbeitet, wer nicht, und wer neu dazugekommen ist. Das alles wird auch mit Daten aus der Vergangenheit abgeglichen und gegebenenfalls korrigiert.
Es geht um die Aktualisierung der Liste unserer Mitwirkenden. Diese muss wieder auf den neuesten Stand gebracht werden, was heißt, ich muss abfragen, wer aktuell noch im Programm mitarbeitet, wer nicht, und wer neu dazugekommen ist. Das alles wird auch mit Daten aus der Vergangenheit abgeglichen und gegebenenfalls korrigiert.
Montag, 13. Januar 2014
Bei der Fremdensitzung
Für mich hat der Karneval jetzt auch wirklich begonnen. Am Samstag besuchte ich die erste Sitzung der laufenden Saison, eine Fremdensitzung in Friesack im Havelland. Wir waren dort zum ersten Mal zu Gast, und im Nachhinein kann ich sagen: Es hat sich gelohnt.
An sich besuche ich solche Sitzungen ganz gerne. Es kann nie schaden, einmal über den Tellerrand zu schauen, und tatsächlich kam ich wieder mit einigen Ideen und Anregungen nach Hause. Nicht alle lassen sich verwirklichen, über andere kann man mal nachdenken. Aber mir persönlich hilft schon immer der Vergleich, was woanders wie gemacht wird. Nicht zuletzt trifft man sich auch mit vielen bekannten und auch neuen Karnevalisten, kann Erinnerungen austauschen und Verbindungen knüpfen.
An sich besuche ich solche Sitzungen ganz gerne. Es kann nie schaden, einmal über den Tellerrand zu schauen, und tatsächlich kam ich wieder mit einigen Ideen und Anregungen nach Hause. Nicht alle lassen sich verwirklichen, über andere kann man mal nachdenken. Aber mir persönlich hilft schon immer der Vergleich, was woanders wie gemacht wird. Nicht zuletzt trifft man sich auch mit vielen bekannten und auch neuen Karnevalisten, kann Erinnerungen austauschen und Verbindungen knüpfen.
Sonntag, 18. November 2012
Der Präsident tritt auf
![]() |
Unsere Prinzessin, der Bürgermeister und ich. (© Steve Wagner) |
Es ist nun schon mehr als eine Woche her, seit am 11.11. um 11:11 Uhr die fünfte Jahreszeit, im Volksmund auch gerne Karneval genannt, begonnen hat. Die diesjähriges Veranstaltung war für mich eine ganz besondere: Zum ersten Mal habe ich als Präsident unseres Vereins dabei das Kommando geführt. Ich war ziemlich aufgeregt, das könnt ihr mir glauben...
Dienstag, 9. Oktober 2012
Rekordverdacht
Ich komme eben gerade von einem Termin am heutigen Abend nach Hause, da fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren: Ich habe in dieser Woche an jedem - wirklich jedem Abend - etwas vor, was mit meiner Vereinstätigkeit zu tun hat. Am Montag hatte ich ein Vereinstreffen, heute ebenfalls, morgen trifft sich der Vereinsvorstand (da muss ich hin, ich bin ja nun mal der Vorsitzende...), am Donnerstag ist ein Treffen mit Freunden vom Verein, und am Freitag zum Abschluss gleich noch einmal. Das ist Rekord: So oft und viel war ich noch niemals an den Abenden unterwegs.
Sonntag, 22. April 2012
Das hat mich umgehauen
Was für eine Wochenende. Ich bin immer noch platt wegen einem Ereignis vom Freitag Abend. Eine schönes, aber trotzdem: Was da passiert ist, habe ich immer noch nicht ganz verarbeitet. Und zwar geschah es bei der Mitgliederversammlung unseres Karnevalsvereins, bei dem auch der Vorstand neu gewählt wurde. Und dabei wurde ich zum neuen Präsidenten des Clubs gewählt.
Ich habe mich mit dem Gedanken schon etwas längere Zeit getragen, aber kurz vor der Versammlung stand mein Entschluss erst richtig fest. Im Vorstand war ich bereits, aber nun kündigte ich an, auch für mehr Aufgaben oder Verantwortung zur Verfügung zu stehen. Mit anderen Worten: Ich habe mich bereit erklärt, nötigenfalls als Präsident zu fungieren.
Ich habe mich mit dem Gedanken schon etwas längere Zeit getragen, aber kurz vor der Versammlung stand mein Entschluss erst richtig fest. Im Vorstand war ich bereits, aber nun kündigte ich an, auch für mehr Aufgaben oder Verantwortung zur Verfügung zu stehen. Mit anderen Worten: Ich habe mich bereit erklärt, nötigenfalls als Präsident zu fungieren.
Montag, 20. Februar 2012
...dann ist alles vorbei!
Ich komme eben gerade von unserer letzten Veranstaltung beim Premnitzer Karneval in dieser Saison nach Hause. Rosenmontag, die wilde Veranstaltung. Wild war es auch, aber eben auch wieder schön und lustig. Ich glitzere von der ganzen Schminke immer noch wie eine Diskokugel (die kriegt man ohne Intensivbehandlung eben nicht so einfach herunter) und bin auf der einen Seite rechtschaffend müde, aber auf der anderen eben auch noch aufgekratzt. Aber ich muss morgen arbeiten, von daher war gleich nach der Aufführung Schluss. Und damit ist die Saison 2011/2012 für mich Geschichte. Das Heckmeck, das woanders am Aschermittwoch noch ansteht, das ersparen wir uns.
Samstag, 18. Februar 2012
Eine gute Tat
Gestern hatten wir beim Karneval das, was ich gerne als "Benefiz-Auftritt" bezeichne. Seit Jahren schon absolvieren wir während der Saison einen Auftritt in den örtlichen Werkstätten für Behinderte, und gestern war es wieder soweit.
Dieser Auftritt ist zwar immer mit einigem Stress verbunden, weil wir mit unserem kompletten Kostümfundus und zahlreichen Fahrgemeinschaften dahin fahren müssen. In der Regel haben wir danach am Abend auch noch einen Auftritt (gut, gestern nicht, aber sonst immer), was heißt, dass wir auch wieder zurück müssen. Aber das ist eigentlich egal, weil dieser Auftritt immer zu den schönsten gehört.
Dieser Auftritt ist zwar immer mit einigem Stress verbunden, weil wir mit unserem kompletten Kostümfundus und zahlreichen Fahrgemeinschaften dahin fahren müssen. In der Regel haben wir danach am Abend auch noch einen Auftritt (gut, gestern nicht, aber sonst immer), was heißt, dass wir auch wieder zurück müssen. Aber das ist eigentlich egal, weil dieser Auftritt immer zu den schönsten gehört.
Sonntag, 12. Februar 2012
Gute Freunde zu Besuch
Mit unseren Freunden in Brandenburg (© Erik Nagel) |
In Rheidt wird das Dreigestirn und damit sozusagen die geschäftsführenden Karnevalisten in jedem Jahr von einem anderen Verein des Ortes gestellt. 2011 waren das die KBN oder ausgesprochen die Knochenbrecher Niederkassel. Der Name sagt schon alles: Es ist eine dufte Truppe, mit der wir uns sofort gut verstanden haben. An diesem Wochenende absolvierten sie nun ihren Gegenbesuch bei uns, zusammen mit einigen anderen Vertretern des Festkomitee, die wir auch schon viele Jahre kennen.
Samstag, 21. Januar 2012
Viel Spaß beim Karneval
Gestern Abend hat nun endlich der Karneval begonnen. Wir hatten unsere erste Veranstaltung, und ich muss ehrlich sagen, dass es - aus meiner Sicht - ein voller Erfolg war. Es hat fast alles geklappt, jedenfalls im Saal (wenn man von einem Mikrofon-Aussetzer absieht und davon, dass der Moderator vergessen hat, meiner Truppe den "Narrentrunk" zu reichen...). Hinter den Kulissen ging es etwas mehr durcheinander, aber das hat vorne niemand gemerkt.
Dienstag, 17. Januar 2012
Ich sollte mal "Nein" sagen...
So langsam wird es richtig anstrengend... In wenigen Tagen beginnt der Karneval bei uns, und immerhin trete ich bei den Programmen in drei Nummern auf. Es macht ja auch riesigen Spaß, und ich tue es gerne, aber es ist eben so kurz vor dem Start in die Saison eben auch sehr zeitraubend und kräftezehrend.
Nur mal ein Beispiel: In den vergangenen Wochen hatte ich oft an zwei Abenden Probe, an einem dritten dann noch Vorstandssitzung (ja, das mache ich da auch noch). Letzten Sonntag war ich am Vormittag unterwegs, um Requisiten in unser "Stammlokal" zu schaffen, am Nachmittag, um dort noch einmal eine Bühnenprobe durchzuführen. Heute Abend ist wieder eine Probe, morgen die Generalprobe, und Freitag geht es ja schon los, mit der zweiten Show am Samstag.
Nur mal ein Beispiel: In den vergangenen Wochen hatte ich oft an zwei Abenden Probe, an einem dritten dann noch Vorstandssitzung (ja, das mache ich da auch noch). Letzten Sonntag war ich am Vormittag unterwegs, um Requisiten in unser "Stammlokal" zu schaffen, am Nachmittag, um dort noch einmal eine Bühnenprobe durchzuführen. Heute Abend ist wieder eine Probe, morgen die Generalprobe, und Freitag geht es ja schon los, mit der zweiten Show am Samstag.
Dienstag, 10. Januar 2012
Stress, Stress, Stress...
Ende Dezember, Anfang Januar wird es bei mir immer besonders stressig. Das hat mehrere Gründe. Zum einen auf Arbeit. Der Jahreswechsel bringt immer Aufregung mit sich. Im alten Jahr müssen noch Neujahrswünsche fertiggemacht werden, der Jahresabschluss im Haushalt verursacht einige hektische Tage, weil Rechnungen nach Möglichkeit noch bezahlt werden müssen, bevor die vorläufige Haushaltsführung am 1.1. beginnt. Und die wiederum verlangt nach besonderen Formularen und besonderen Begründungen. Nicht zuletzt sind natürlich auch die zahlreichen Wünsche der Journalisten in der Region zu berücksichtigen, die sich zum Jahreswechsel anscheinend potenzieren. Und dann steht noch der große Jahresauftakt an: Der Neujahrsempfang, der logistisch, organisatorisch und thematisch anspruchsvoll ist.
Dann gibt es natürlich noch die privaten Anforderungen. Bei mir - das hat sich eben einfach so ergeben - sammeln sich zum Jahreswechsel nicht nur die Rechnungen, sondern es steht auch der Besuch im Autohaus zur jährlichen Inspektion und alle zwei Jahre der TÜV an. Passt natürlich insofern gut, dass ich das alles in einem Abwasch erledigen kann, kostet aber andererseits Zeit und nicht zuletzt Geld, und speziell letzteres habe ich im Moment nicht gerade genug. Vor allem, wenn zu den Jahresabschlüssen bei Strom, Wasser und Gas auch noch der Schornsteinfeger und die jährliche Überprüfung der Heizungsanlage dazukommen. Ich muss schon langsam anfangen zu rechnen...
Und dann gibt es auch noch eine Menge zu tun, weil unsere Karnevalssaison bevorsteht. Das bedeutet Proben, Proben, Proben, ab und zu Vorstandssitzungen - und in diesem Jahr hat sich als erschwerendes Element erwiesen, dass zwei wichtige Leute im Verein ernsthaft erkrankt sind. Zu der verständlichen Sorge um ihren Gesundheitszustand gesellt sich daher auch noch die Frage, wer ihre Aufgaben übernimmt. Und nun ratet mal... Genau, ich übernehme eine ganze Menge davon. Ich tue es gerne, aber wenn alles so geballt kommt wie gerade jetzt, ist das schon ein ziemlich schweres Päckchen...
Nachtrag: Eben gerade bemerke ich, dass ich am kommenden Freitag Abend zur gleichen Zeit drei Termine habe. Klonen wäre jetzt ganz schön...
Dann gibt es natürlich noch die privaten Anforderungen. Bei mir - das hat sich eben einfach so ergeben - sammeln sich zum Jahreswechsel nicht nur die Rechnungen, sondern es steht auch der Besuch im Autohaus zur jährlichen Inspektion und alle zwei Jahre der TÜV an. Passt natürlich insofern gut, dass ich das alles in einem Abwasch erledigen kann, kostet aber andererseits Zeit und nicht zuletzt Geld, und speziell letzteres habe ich im Moment nicht gerade genug. Vor allem, wenn zu den Jahresabschlüssen bei Strom, Wasser und Gas auch noch der Schornsteinfeger und die jährliche Überprüfung der Heizungsanlage dazukommen. Ich muss schon langsam anfangen zu rechnen...
Und dann gibt es auch noch eine Menge zu tun, weil unsere Karnevalssaison bevorsteht. Das bedeutet Proben, Proben, Proben, ab und zu Vorstandssitzungen - und in diesem Jahr hat sich als erschwerendes Element erwiesen, dass zwei wichtige Leute im Verein ernsthaft erkrankt sind. Zu der verständlichen Sorge um ihren Gesundheitszustand gesellt sich daher auch noch die Frage, wer ihre Aufgaben übernimmt. Und nun ratet mal... Genau, ich übernehme eine ganze Menge davon. Ich tue es gerne, aber wenn alles so geballt kommt wie gerade jetzt, ist das schon ein ziemlich schweres Päckchen...
Nachtrag: Eben gerade bemerke ich, dass ich am kommenden Freitag Abend zur gleichen Zeit drei Termine habe. Klonen wäre jetzt ganz schön...
Samstag, 12. November 2011
Danke, Manfred!
![]() |
Manfred Müller |
Freitag, 11. November 2011
In Premnitz herrscht jetzt der Karneval!
![]() |
Der Bürgermeister mit dem neuen Prinzenpaar (© Erik Nagel) |
So, nun ist es soweit: Pünktlich am heutigen 11.11.11 um 11.11 Uhr, einem historischen Datum, haben wir - das heißt der Premnitzer Carnevals Club PCC - die närrische Herrschaft über Premnitz übernommen. Das heißt, beinahe pünktlich. Wir kamen natürlich wieder ein bissel zu spät am Rathaus an. Zwei Bahnschranken mussten bei unserem Umzug überquert werden, Kindertagesstätte und Schule wurden auch besucht. Das läppert sich zusammen! Und auch wenn wir nicht soooo viele Teilnehmer beim Umzug waren - einen Stau haben wir verursacht wie die Großen! Bis Rosenmontag herrscht jedenfalls nun wieder Ausnahmezustand, wenn man so will.
Sonntag, 6. November 2011
Karneval - Bald geht's wieder los
In wenigen Tagen, am 11.11., beginnt die so genannte fünfte Jahreszeit oder Karneval, wie man auch sagen kann. Ich freue mich schon drauf. Es ist in jedem Jahr komisch: Bevor es wieder los geht, können wir im Verein es kaum erwarten - und wenn dann die Shows losgehen - wir machen neun im Januar und Februar - dann dauert es ungefähr bis zur Hälfte, dann sagen wir alle wieder: So jetzt könnte es wieder vorbei sein...
Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Letztens habe ich die Nummer geschrieben, die ich mit drei Freunden zusammen aufführe. Es ging flott von der Hand. Wir hatten eine gute Idee, und die ist mir dann schnell in den Computer geflossen. Es gab auch kaum Diskussionen, was ein gutes Zeichen ist. Jetzt müssen wir den Text eigentlich nur noch lernen... Und heute war Probe vom Männerballett (ja, da bin ich auch drin, nicht lachen). Und denkt bloß nicht, das ist einfach: Wir beschäftigen in diesem Jahr sogar zwei Choreographen, die uns die Schritte beibringen. Ist nicht so einfach, aber wir schaffen das.
Und bitte auch nicht über Karneval als Freizeitvergnügen lachen. Es ist zwar ein riesiger Spaß und gibt Anlass zum Feiern, das will ich nicht mal verhehlen. Es ist aber auch ein sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Und wir haben bei den Aufführungen jedes Mal um die hundert Mitwirkende, davon bestimmt dreißig unter 18 Jahren. Ich denke, das ist schon eine Leistung, so viele Leute zusammen zu bringen, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen - in unserem Falle ein Karnevalsprogramm von etwa drei Stunden Länge.
Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Letztens habe ich die Nummer geschrieben, die ich mit drei Freunden zusammen aufführe. Es ging flott von der Hand. Wir hatten eine gute Idee, und die ist mir dann schnell in den Computer geflossen. Es gab auch kaum Diskussionen, was ein gutes Zeichen ist. Jetzt müssen wir den Text eigentlich nur noch lernen... Und heute war Probe vom Männerballett (ja, da bin ich auch drin, nicht lachen). Und denkt bloß nicht, das ist einfach: Wir beschäftigen in diesem Jahr sogar zwei Choreographen, die uns die Schritte beibringen. Ist nicht so einfach, aber wir schaffen das.
Und bitte auch nicht über Karneval als Freizeitvergnügen lachen. Es ist zwar ein riesiger Spaß und gibt Anlass zum Feiern, das will ich nicht mal verhehlen. Es ist aber auch ein sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Und wir haben bei den Aufführungen jedes Mal um die hundert Mitwirkende, davon bestimmt dreißig unter 18 Jahren. Ich denke, das ist schon eine Leistung, so viele Leute zusammen zu bringen, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen - in unserem Falle ein Karnevalsprogramm von etwa drei Stunden Länge.
Samstag, 29. Oktober 2011
Basisdemokratie
Basisdemokratie ist im Moment ein ganz großes Schlagwort. Die Herrschenden sollen nicht mehr über die anderen so sehr bestimmen wie es bisher geschah. Das Volk will mitreden und mit entscheiden. Es gibt Parteien, die sich das in ihr Programm geschrieben haben. Klingt ja auch gut...
Wie ist die Realität? Wenn man es sich genau betrachtet, erklingt dieser Ruf immer dann am lautesten, wenn es um Dinge geht, die einem nicht gefallen. Wie der Strom aus der Steckdose kommt, ist jedem egal - aber wenn das entsprechende Kraftwerk in der Nähe gebaut werden soll, dann heißt es ganz schnell: "Hier wollen wir aber mitreden, das dürfen die da oben nicht einfach so entscheiden." Fast jeder hat heute ein Auto und fährt auf Straßen. Aber wenn eine neue gebaut werden soll, heißt es ganz schnell: "Also da wollen wir aber mitreden, wo die gebaut wird, und zwar nicht bei uns!" Oder - um bei einem persönlichen Beispiel zu bleiben - der Vorstand des Karnevalsvereins, in dem ich bin, darf natürlich solche läppischen Dinge wie Verträge mit Geschäftspartnern abschließen, Sponsoren aquirieren, Termine festlegen, Umzüge beantragen und organisieren und Rechnungen bezahlen (einschließlich der Kostümrechnungen für die Mitwirkenden) - wenn er aber beschließt, eine Nummer aus dem Programm zu streichen, heißt es ganz schnell: "Das steht ihm nicht zu, das müssen die Mitglieder alle entscheiden!"
Basisdemokratie in Reinkultur bedeutet für mich, dass alle (!) Entscheidungen von allen (!) getroffen werden. In konsequentester Umsetzung sogar einstimmig. Fassen alle keinen einstimmigen Beschluss, ist die Entscheidung auch nicht getroffen.
Ganz ehrlich? So was funktioniert nicht! Und auch wenn es mir selber manchmal nicht gefällt: Es muss jemanden geben, der Entscheidungen für alle trifft. Manchmal auch solche, die weh tun. Und es kann nicht sein, dass diese Entscheider dann nur die Entscheidungen treffen dürfen, die niemanden weh tun, und bei allen anderen wollen alle mitreden.
Sollen in Zukunft in der ganzen Bundesrepublik Volksentscheide stattfinden, wenn Kohlekraftwerke, Autobahnen, Pflegeheime, Museen oder Flugplätze gebaut werden? Soll unser Karnevalsverein jedes Mal eine Mitgliederversammlung einberufen, wenn das Aussehen der Eintrittskarte beschlossen oder der Präsident das Mandat zum Unterschreiben der GEMA-Anmeldung erhalten soll?
Man kann es auch übertreiben....
Wie ist die Realität? Wenn man es sich genau betrachtet, erklingt dieser Ruf immer dann am lautesten, wenn es um Dinge geht, die einem nicht gefallen. Wie der Strom aus der Steckdose kommt, ist jedem egal - aber wenn das entsprechende Kraftwerk in der Nähe gebaut werden soll, dann heißt es ganz schnell: "Hier wollen wir aber mitreden, das dürfen die da oben nicht einfach so entscheiden." Fast jeder hat heute ein Auto und fährt auf Straßen. Aber wenn eine neue gebaut werden soll, heißt es ganz schnell: "Also da wollen wir aber mitreden, wo die gebaut wird, und zwar nicht bei uns!" Oder - um bei einem persönlichen Beispiel zu bleiben - der Vorstand des Karnevalsvereins, in dem ich bin, darf natürlich solche läppischen Dinge wie Verträge mit Geschäftspartnern abschließen, Sponsoren aquirieren, Termine festlegen, Umzüge beantragen und organisieren und Rechnungen bezahlen (einschließlich der Kostümrechnungen für die Mitwirkenden) - wenn er aber beschließt, eine Nummer aus dem Programm zu streichen, heißt es ganz schnell: "Das steht ihm nicht zu, das müssen die Mitglieder alle entscheiden!"
Basisdemokratie in Reinkultur bedeutet für mich, dass alle (!) Entscheidungen von allen (!) getroffen werden. In konsequentester Umsetzung sogar einstimmig. Fassen alle keinen einstimmigen Beschluss, ist die Entscheidung auch nicht getroffen.
Ganz ehrlich? So was funktioniert nicht! Und auch wenn es mir selber manchmal nicht gefällt: Es muss jemanden geben, der Entscheidungen für alle trifft. Manchmal auch solche, die weh tun. Und es kann nicht sein, dass diese Entscheider dann nur die Entscheidungen treffen dürfen, die niemanden weh tun, und bei allen anderen wollen alle mitreden.
Sollen in Zukunft in der ganzen Bundesrepublik Volksentscheide stattfinden, wenn Kohlekraftwerke, Autobahnen, Pflegeheime, Museen oder Flugplätze gebaut werden? Soll unser Karnevalsverein jedes Mal eine Mitgliederversammlung einberufen, wenn das Aussehen der Eintrittskarte beschlossen oder der Präsident das Mandat zum Unterschreiben der GEMA-Anmeldung erhalten soll?
Man kann es auch übertreiben....
Dienstag, 6. September 2011
Demokratie im Kleinen...
Manchmal frage ich mich, wie Demokratie im Großen funktionieren soll, wenn es nicht mal im Kleinen klappt. Ich bin ja in einem Karneval-Verein (ja, ja, keine dummen Sprüche...) und da auch im Vorstand. Jetzt haben ja die Karnevalisten immer so den Touch des Lustigen, des Fröhlichen, des Unbeschwerten... weit gefehlt. Hinter den Kulissen rappelt es manchmal, und bei uns scheppert es jetzt richtig.
Das Problem ist: Auch ein Vorstand eines Karnevalsvereins muss einmal unangenehme Entscheidungen treffen, was mitunter leicht ist. Er muss aber diese Entscheidungen auch durchsetzen und vertreten, und das auch denjenigen gegenüber, die diese Entscheidungen betreffen - und das ist schwer. Aber muss man deswegen umkippen? Wir haben jetzt eine solche unangenehme Entscheidung getroffen, und alles war gut - bis wir es denjenigen gesagt haben, die es betrifft. "Wutausbruch" trifft es nicht mit ganzer Wahrheit... Und nun steht die Frage: Inwieweit werden wir jetzt unsere - aus gutem Grund getroffene - Entscheidung weiter durchhalten? Oder lassen wir uns - Stichwort Stimmungsdemokratie - von "Volkes Zorn" umstimmen, nur um unsere Ruhe zu haben, auch wenn das Volk in diesem Fall nur aus zwei Personen besteht?
Winston Churchill hat einmal gesagt: "Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind." Ein kluger Mann..
Das Problem ist: Auch ein Vorstand eines Karnevalsvereins muss einmal unangenehme Entscheidungen treffen, was mitunter leicht ist. Er muss aber diese Entscheidungen auch durchsetzen und vertreten, und das auch denjenigen gegenüber, die diese Entscheidungen betreffen - und das ist schwer. Aber muss man deswegen umkippen? Wir haben jetzt eine solche unangenehme Entscheidung getroffen, und alles war gut - bis wir es denjenigen gesagt haben, die es betrifft. "Wutausbruch" trifft es nicht mit ganzer Wahrheit... Und nun steht die Frage: Inwieweit werden wir jetzt unsere - aus gutem Grund getroffene - Entscheidung weiter durchhalten? Oder lassen wir uns - Stichwort Stimmungsdemokratie - von "Volkes Zorn" umstimmen, nur um unsere Ruhe zu haben, auch wenn das Volk in diesem Fall nur aus zwei Personen besteht?
Winston Churchill hat einmal gesagt: "Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind." Ein kluger Mann..
Abonnieren
Posts (Atom)