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Donnerstag, 11. Juli 2013

Blockadebrecher

Was hat die Wikipedia mit einer Schreibblockade zu tun?
Ich weiß jetzt, was eine Schreibblockade ist. Seit mehr als einer Stunde sitze ich jetzt hier und versuche, einen Text für meinen Blog zu schreiben. Und zum fünften Mal lösche ich alles nach dem ersten Absatz. Es gibt zwar durchaus einiges, was ich gerne veröffentlichen würde. Aber kaum überlese ich das Geschriebene, kommt es mir platt vor, nichtssagend, langweilig, affektiert… Weg damit!

Jetzt kann ich es mir natürlich schönreden und sagen: „Hey, du bist in guter Gesellschaft!“ Stephen King litt bekanntermaßen unter Schreibblockaden, Douglas Adams auch. Legendär ist ja die Geschichte, dass er sich aufgrund einer solchen Blockade so lange vorm Schreiben des zweiten oder dritten Bandes der „Per Anhalter“-Trilogie drückte, bis ihn der Verleger angesichts des herannahenden Erscheinungstermins buchstäblich in ein Hotelzimmer einsperrte. Hilft mir aber nicht, weil ich keinen Verleger habe. Und ich glaube auch nicht, dass mir dann irgendein Text besser aus den Fingern gleitet…

(Hey, schon zwei Absätze, und noch kein Verlangen danach, sie wieder auszuradieren!)

Mittwoch, 13. Juli 2011

( R ) AMEN ! !


Na das ist doch mal eine Meldung! Wenn du für den Ausweis oder den Führerschein ein Passbild brauchst, müssen da ja einige Vorgaben beachtet werden. Unter anderem keine Kopfbedeckung. Es sei denn, es handelt sich um eine religiöse Kopfbedeckung. Und so kam ein junger Österreicher daher, stülpte sich ein Nudelsieb auf den Schädel, fotografierte sich so und beantragte damit seinen Führerschein als bekennender Pastafarianer, also Anhänger der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters. Drei Jahre und ein Besuch beim Amtsarzt später - wegen psychischer Eignung, ein Fahrzeug führen zu können - hat er tatsächlich seinen Führerschein mit diesem Bild bekommen! Einen kompletten Zeitungsartikel kann man hier im Standard lesen.

Ich frage mich, was passiert wäre, wenn er in "full pirate insignias", also komplettem Piraten-Kostüm, abgelichtet worden wäre, so wie es das Fliegende Spaghettimonster von den wahren Gläubigen verlangt. Zumindest aus ökologischer Sicht dürfte man jedoch nichts dagegen haben: Immerhin hat der Prophet Bobby nachgewiesen, dass die Globale Erwärmung in kausalem Zusammenhang mit der Abnahme der Piraten auf den Weltmeeren (und warum nicht auch Landstraßen?) steht. Aber ob ein Polizeibeamter dafür Verständnis hat...?

Mittwoch, 6. Juli 2011

Öko-Krieger

Im Berliner Tagesspiegel steht heute ein Artikel, nachdem der Verkehrsclub Deutschland VCD ein Label-System für Neuwagen als irreführend bezeichnet. Demnach sollen Neuwagen in Deutschland demnächst mit einer Art ökologischen Ampel gekennzeichnet werden, wobei das System, nachdem das Öko-Siegel vergeben wird, aber als "irreführend" bezeichnet wird: CO2-Ausstoß wird hier nämlich in Relation zum Fahrzeuggewicht gesetzt, das heißt, große und schwere Wagen, die Sprit schlucken wie ein ein Ire Whisky, können demnach durchaus auch ein grünes Siegel bekommen, weil der CO2-Ausstoß im Vergleich zum Gewicht gering ist. Als Beispiel rechnete der VCD da mal den Kampfpanzer Leopard 2 dagegen, der immerhin 1,5 Kilogramm CO2 je Kilometer ausstößt: der landet rein rechnerisch in der gleichen Effizienzklasse wie zum Beispiel der VW Golf 1.4.

Also ich finde das Beispiel gut, man muss es nur konsequent zum Ende verfolgen. Ich sehe schon demnächst Kampfpanzer mit Feinstaubplakette und AU-Bescheinigung durch die afghanische Wüste rollen. Der Eurofighter wird auf E10 umgerüstet, Sprengstoff auf der Basis von Hanf hergestellt. Und sollte Deutschland demnächst Waffentechnik in irgendein anderes Land exportieren, gehört ab sofort eine ökologische Unbedenklichkeitserklärung sowie eine Überreste-Rücknahme-Klausel ähnlich wie beim Dualen System in die Verträge: Zusammengeschossene Panzer werden wie Verpackungsmüll behandelt und müssen vom Hersteller kostenlos wieder zurückgenommen werden...

Den ganzen Artikel kann man im Tagesspiegel lesen.

Freitag, 1. April 2011

April, April...

Bei der morgendlichen Zeitungslektüre drei Aprilscherze gefunden, von denen zumindest zwei richtig gut sind:

Nicht so gelungen, weil recht platt fand ich den in der Lokalausgabe "Westhavelländer" der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" MAZ: Infolge des Klimawandels und der damit verbundenen Wetterkapriolen haben sich im Westhavelland, immerhin ein Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung, nun auch noch Pinguine angesiedelt... Na ja, Hahaha...

Erheblich besser war der im Mantel der MAZ: Hier wurde die Meldung kolportiert, ein ehemaliger Hersteller von Bio-Sprit lässt seine Anlage mit geringem technischem Aufwand umbauen, um den ungeliebten und unverkäuflichen E10-Sprit in seine Bestandteile (normales Super und Bioethanol) aufzuspalten, letzteres zu destillieren und zu veredeln und dann in Flaschen abgefüllt als Wodka mit dem Namen "E10" auf dem Markt zu werfen... Also den fand ich gut.

Der beste bislang war aber im Berliner Tagesspiegel zu finden. Die Berliner Lokalnachrichten der für ihre mitunter übergroße Seriosität bekannten Zeitung bringt die Nachricht, dass Thilo Sarrazin für die FDP bei der kommenden Wahl zum Regierenden Bürgermeister antreten wird. Die Meldung ist immerhin so geschickt verpackt, dass man sich übergroße Lobhudeleien erspart, sondern schreibt, man hoffe mit ihm auf ein zumindest zweistelliges Ergebnis. Alles sehr ernsthaft und durchaus glaubwürdig geschrieben, doch im letzten Absatz findet sich dann eine Passage, die dann doch den Scherz noch einmal herausstreicht: Danach habe Rainer Brüderle diese Meldung bestätigt, und zwar am Rande einer Weinverkostung, die vom Bundesverband der Deutschen Industrie BDI organisiert wurde...