Posts mit dem Label Informationen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Informationen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 13. September 2011

Von Dummerjans und Dummerjanas

Gestern Abend, Sitzung des Kreistages. Es geht um einige Formalien, wie Änderungen von Gesellschafterverträgen aufgrund von Gesetzesänderungen. Business as usual also. Dann allerdings eine Bitte einer Abgeordneten (einer Doktorin, also studiert...): Man möge doch bitte in Zukunft bei solchen Verträgen die politisch korrekte Form wählen, also die männliche und weibliche Form verwenden.

Ich bin - das muss ich hier extra betonen - kein Gegner der Gleichberechtigung, im Gegenteil. Aber wenn ich so etwas höre, und das tue ich leider zu oft, dann bekomme ich das kalte Grausen und Magenkrämpfe. Erstens: Es ist eine Vergewaltigung der deutschen Sprache. Zweitens: Es ist diskriminierend - und zwar den Männern gegenüber. Und drittens: Es ist sprachwissenschaftlich nicht nur Quatsch, sondern schlicht und simpel falsch! Leider ist diese Dummheit nicht totzukriegen.

Sonntag, 11. September 2011

In Memento - 9/11

An einem Tag wie heute kann man eigentlich gar nicht anders, als sich auch mit dem 9. September 2001 zu beschäftigen. Man möge mir das verzeihen, aber es gibt kaum ein Ereignis der neueren Geschichte, das mich ähnlich bewegt hat wie dieser Tag. Dazu weiter unten mehr. Nicht zuletzt aber sehe ich, während ich das hier schreibe, eine Dokumentation über diejenigen, die behaupten, das WTC wäre kontrolliert gesprengt worden, es stürzte nicht ein, weil Flugzeuge hinein rasten. Das macht mich ehrlich gesagt etwas wütend - aber dazu unten mehr. Zuerst einmal meine Erinnerungen an den 9. September 2001...

Ich hab an dem Tag ganz normal gearbeitet, damals noch bei einer Zeitung. Es mag jetzt komisch klingen, aber in der Redaktion haben wir damals nie Fernsehen geguckt oder Radio gehört. Es war eine reine Lokalzeitung mit Lokalnachrichten, die großen Weltereignisse interessierten uns nicht. Von den Ereignissen in den USA hörte ich daher erst bei meinem letzten Termin an dem Tag. Ich interviewte einen Bürgermeister, und während des Interviews klingelte dessen Telefon. Er sprach mit seiner Mutter, und etwas irritiert bekam ich mit, dass es um den Einkauf von Konservendosen ging, die er ihr ausredete, so nach dem Motto: "Die wird es morgen und übermorgen auch noch geben, das hat doch keine Auswirkungen auf uns, mach dir keine Sorgen, warte doch erst mal ab, was da eigentlich passiert ist." Dann legte er auf, bemerkte meinen fragenden Blick und sagte: "Haben Sie das nicht gehört? Amerika wird angegriffen. Da ist Krieg."

Freitag, 2. September 2011

Der Preis einer Information - das Leben?

Schon mein voriger Post beschäftigte sich im weitesten Sinne mit einem verantwortungslosen Umgang mit Medien und Informationen. Passend dazu natürlich auch diese Geschichte: Durch eine unfassbare Datenpanne bei "Wikileaks" sind seit Monaten die umstrittenen Geheimdokumente komplett im Internet zu finden und zu lesen - und leider auch die Namen der Informanten, die Brisantes an Geheimdienste und Diplomaten meldeten und nun um ihr Leben fürchten.

"Jeder Mensch sollte Zugang zu allen Informationen haben" - ich glaube, auf diesen einfachen Nenner kann man das Konzept von Wikileaks reduzieren. Der Ansatz mag ein ehrenvoller gewesen sein, aber ich stehe auf dem Standpunkt, es gibt Informationen, die geheim bleiben sollen und müssen. Damals ging es mir um die Informationen selbst: Man kann sich trefflich streiten, ob die Welt wissen muss, was Geheimdienste alles herausfinden und geheimhalten - wo welche Waffen liegen, wer wann wo von wem getötet wurde, welcher Politiker wann mit welchen Prostituierten welche Drogen genommen hat oder was Putin von Merkel wirklich denkt. Die Frage, was davon an die Öffentlichkeit sollte, hat "Wikileaks" einfach beantwortet, nämlich mit "Alles". Und wie gesagt, darüber kann man sich trefflich streiten.