Posts mit dem Label Literatur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Literatur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 24. April 2013

Die feuchten Barbaren-Träume jugendlicher Leser

Erst schlagen, nicht fragen - Conan!
Meine derzeitige Lektüre mutet vielleicht etwas seltsam an. Ich lese nämlich „Conan“-Bücher. Ganz genau, der vorzeitliche Schlagetot, mit einem streng limitierten Wortschatz, Armmuskeln wie aus der Steroid-Werbung und vermutlich der Erfinder der Phrase "Fury in the Slaughterhouse". Ich habe diese Bücher in einem Bundle auf einer Versteigerung erworben und nehme sie mir derzeit nach und nach vor. Ja ich weiß, ihr literarischer Wert ist bestenfalls begrenzt, und in Sachen Originalität glänzen sie auch nicht gerade. Aber andererseits: Irgendwas hat diese Barbaren-Schlachterei, und zum Entspannen am späten Abend oder auf einer langweiligen Zugfahrt reicht es allemal.

Mittwoch, 23. November 2011

Google-Doodle für Stanislaw Lem

Das heutige Google-Doodle finde ich sehr gelungen und spaßig! Und ich kann jedem nur empfehlen, es einmal durchzuspielen (ja, es ist ein Spiel!). Sicher, man kann auch gleich auf das Fragezeichen klicken, aber so macht es mehr Spaß. Und irgendwie ist es auch am Ende lustig zu sehen, wie sich Google in Luft auflöst...

Anlass für das Google-Doodle ist übrigens der 60. Jahrestag des Erscheinens von Stanislaw Lems erstem Roman "Astronauci" oder, wie ich ihn kenne, "Der Planet des Todes". Es kam 1951 heraus, und auch wenn ich ihn natürlich erst viel später gelesen habe, ist das doch eine meine ersten Erfahrungen mit Science-Fiction-Literatur. Ich muss es etwa als sehr junger Teenie gelesen haben und fand es durchaus spannend. Später dann ging es mir wie Lem selbst. Der bezeichnete das Werk später als naiv. Dennoch kann ich ohne Einschränkung sagen, dass dieses Buch einer Gründe war und ist, warum ich heute noch Science Fiction liebe. (Übrigens: was Naivität angeht, kann die Verfilmung des Buches, der 1960 entstandene DEFA-Film "Der schweigende Stern", das alles noch um Größenordnungen übertreffen. Aber ich sehe ihn trotzdem immer wieder gern...).

Dienstag, 27. September 2011

Mit "Perry" wieder durchs Universum

Nachdem ich nun endlich den "Herrn der Ringe" auf englisch durch habe, ist es eigentlich mal wieder Zeit für "Perry Rhodan". Und so lese ich zurzeit "Die Energiejäger", Band 128 der Bertelsmann-Club Blaubände.

Ich mag gerade diese Abenteuer der Serie, als der großartige Willi Voltz noch das Zepter schwang, besonders gern. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber diese Geschichten, die in weit entfernte tiefste Tiefen des Universums führten, haben mich immer besonders fasziniert. Mich hat auch niemals die angebliche Gigantomanie gestört. Statt dessen gab es wirkliche und echte Fantasie, das komplette Abschalten und sich in diesen Abenteuern verlieren. So richtig vorhersehbar war es nie, dafür eben purer "Sense of Wonder". Dieses Konzept der Menschheit, die vollends im Universum ankommt und zwischen den Sternen lebt an Orten, wo die Erde nur noch eine Erinnerung oder eine Legende ist - das hatte und hat was für mich. Und so genieße ich wieder meinen Perry Rhodan und kann nach harten Arbeitstagen abschalten.

Übrigens: Wer sich jetzt über Band 128 wundert, wo "Die Energiejäger" doch lediglich Band 112 bei den Silberbänden war - der Unterschied liegt darin begründet, dass die "Blaubände" zunächst einen deutlich schnelleren Erscheinungszyklus als die Silberbände hatten. Irgendwann hätten diese also die Silberbände eingeholt, was für einen "Nachdruck" ziemlich komisch wäre. Daher wurden einige Sonderbände dazwischen geschoben, darunter zum Beispiel der komplette Plophos-Unterzyklus, dessen Fehlen bei den Silberbänden schon etwas schade ist. Das, der Umstand, dass die Blaubände etwas dünner als die Silberbände sind und daher mehr ins Regal passen und die persönliche Meinung, dass sie für mich besser aussehen, lassen mich die Blaubände dann doch den Silberbänden vorziehen...

Montag, 16. Mai 2011

Etwas vermessen...

Heute Morgen in der Zeitung: Ein Bericht von der Preisverleihung des DeLiA-Literaturpreises hier bei uns in Rathenow. Wer's nicht kennt, DeLiA ist der Verein zur Förderung deutschsprachiger Liebesromane. Ich kannte es auch nicht, nur aus der Zeitung, aber sei's drum. Jedem das seine, und wer auf Liebesromane steht, soll das tun (ich tu's nicht...).

Jetzt kommt's. Während der Preisverleihung lässt eine Dame namens Petra Last, Vizepräsidentin des Vereins, folgenden Satz fallen: "Kein anderer Literaturbereich ist abwechslungsreicher und vielfältiger als der der Liebesromane."

Oha....

Männlein trifft Weiblein und kommt mit ihr zusammen/nicht zusammen. Männlein trifft Männlein und kommt mit ihm zusammen/nicht zusammen. Weiblein trifft Weiblein und kommt mit ihr zusammen/nicht zusammen. Dann können je nach Konstellation noch ein/mehrere Männlein/Weiblein mitmischen, eventuell spielt es mehr oder minder genau in der Vergangenheit, und je nach persönlicher Einstellung des Autoren geht's mal romantischer, mal deftiger zur Sache.

Das war's doch, oder? Ist das abwechslungsreich und vielfältig? Oder hab ich was übersehen?

Jetzt mag man mir vorwerfen, dann sind Krimis auch nicht abwechslungsreich, immerhin geht es i.d.R. um Mord und Totschlag (Diebstahl eher seltener, ist nicht so spannend, nehme ich an, und die Zahl der Weltbeststeller, in der es um Wirtschaftskriminalität und Steuerhinterziehung geht, wird wohl auch  überschaubar sein). Aber trotzdem: Was Vielfalt und Abwechslungsreichtum angeht, stehen Krimis, Liebesromane, historische Schinken etc. mindestens auf einer Stufe. Und wenn ich mir überlege, welche Fantasie und Ideenreichtum Sci-Fi-Autoren zu allen Zeiten an den Tag gelegt haben, dann halte ich den Satz der Dame - ohne schlechtes über diese oder irgendeine andere Literaturgattung zu sagen - doch für etwas vermessen...