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Sonntag, 8. Juli 2012

Das ist mal ein Anfang

Ich habe ja hier schon ein paar Mal über Dan Simmons "Hyperion"-Reihe geschrieben und wie gut ich ihn finde. Eine ganz besondere Spezialität ist natürlich der Anfang des Buches oder der Bücher. Das fällt mir besonders bei den ersten Zeilen des zweiten Sammelbandes mit den zweiten zwei Büchern auf. Aufgepasst:

"Sie lesen dies aus dem falschen Grund.
Falls Sie dies lesen, um zu erfahren, wie es war, mit einer Erlöserin zu schlafen - unserer Erlöserin -, dann sollten Sie nicht weiterlesen, denn Sie sind wenig mehr als ein Voyeur."

Also mal ehrlich: Wenn dieser Einstieg kein Interesse weckt, um ein Buch weiter zu lesen - vor allem, wenn man das Klischee des typischen Science-Fiction-Lesers vor Augen hat, also einen 13-jähriger Nerd ohne bisherigen Kontakt zum anderen Geschlecht -, dann weiß ich auch nicht. Zumal Simmons in dem Zusammenhang es sogar schafft, das angepriesene Ereignis bis in das folgende Buch hinaus zu schieben und es dann recht kurz - deswegen aber noch lange nicht schlecht oder gar abstoßend oder schmierig-voyeuristisch - abzuhandeln.

Das nenne ich mal wirklich eine interessante Masche, um auf ein oder in diesem Fall sogar zwei Bücher neugierig zu machen.

Sonntag, 1. Juli 2012

"Hyperion" - Die Hälfte ist geschafft

Ich habe gestern den ersten Band der "Hyperion-Gesänge" ausgelesen. Wobei: Was heißt hier erster Band? Es sind im Prinzip vier Bücher, die ich in zwei Doppelbänden besitze. Den ersten der beiden legte ich gestern aus der Hand, um gleich zum zweiten zu greifen. 1.450 Seiten sind damit gelesen, ungefähr die gleiche Anzahl liegt noch einmal vor mir. Klingt nach einem schweren Klopper - aber es gibt nur wenige Bücher, bei denen mir das Lesen so viel Spaß macht und mich so bewegt wie hier.

Man muss die Klappen-Werbetexte nicht unbedingt immer für bare Münze nehmen. Da ich weiß, wie zum Beispiel viele Werbesprüche auf Filmplakaten entstehen, glaube ich sie auch nicht sofort und ohne eigene Überzeugung. Bei "Hyperion" kann ich im Nachhinein sagen, dass die Werbung aus meiner Sicht stimmt. Hier ließen die Verleger Horror-Papst Stephen King über das Buch und den Autoren sagen: "Dan Simmons schreibt wie ein Gott. Ich kann kaum sagen, wie sehr ich ihn beneide." Nun, ob King das wirklich so gemeint hat oder ob die Manager von ihm nur einen kernigen Spruch haben wollten, kann ich nicht beurteilen. Den ersten Satz unterschreibe ich aber sofort.

Montag, 14. Mai 2012

Wieder einmal der Klassiker - "Hyperion"

Ich habe noch einige Bücher auf Halde zu liegen. Aber mir ist wieder einmal danach, den "Hyperion"-Cantos von Dan Simmons zu lesen. Es ist jetzt schon das vierte Mal, dass ich zu diesen Brocken greife. Vier Bücher in zwei Bänden, insgesamt fast 3000 Seiten - und nach wie vor für mich eine der besten Science-Fiction-Sagas, die ich jemals in die Hände bekam.

Wundervoll geschrieben, fantastische Figuren, ebenso fantastische, teils bizarre, dabei auf bestechende Weise logische Einfälle. Weltraumschlachten, Zeitreisen, "Quo Vadis, Homo Sapiens"... Philosophie, Liebesroman, Thriller - ich weiß nicht, wie ich es noch beschreiben könnte, außer vielleicht noch das: Bei allem kosmischen Verwicklungen ist der "Hyperion"-Cantos irgendwie auch ein zutiefst menschliches Werk geworden.

Ich glaube, ich beschreibe es jetzt gar nicht mehr. Ich lese es einfach mal wieder und lasse mich erneut fesseln.